Brueheinheit – Lippendichtringe oder Original Krups Ringe

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  • #4359
    Anonym
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    Hi,

    ich bräuchte mal eine objektive Expertenmeinung, was den Einsatz dieser Lippendichtringe angeht. Mit diesen habe ich die alte Brühgruppe meiner Krups Orchestro auch nicht auf längere Zeit gesehen dicht bekommen. Die Originalringe (der obere) waren nach 7000 Bezügen gerissen. Habe danach Lippendichtringe eingesetzt. Es war kurze Zeit besser, ging aber nach 4 Woche nochmal los. Tassen nur halb voll. Habe dann mit Teflonband unterfüttert, nach ein paar Wochen nochmal das gleiche.

    Jetzt habe ich eine neue Brüheinheit. Soll ich da jetzt die Lippendichtringe einbauene oder nicht ??? Diese sollen ja schonender mit der Brühgruppe umgehen als die Originale, gerade was Zierriefen am Ende des Brühtopfes angeht und die Mechanik wird auch weniger gequält.

    Wie gesagt, bei meiner alten Brühgruppe haben die Lippendichtringe auf Dauer nicht mehr geholfen. Kann aber sein, dass die genannten Zieriefen schon zu tief waren………

    Ich braiche da dringend mal ein paar fundierte Meinungen.

    Grüße
    BX-8017

    #20995
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo BX-8017,

    grundsätzlich sollte jeder mit seinen Wunschring in der Brühgruppe glücklich werden, deshalb verkaufen wir sowohl Standard O-Ringe als auch original Jura Lippendichtunge. Ich habe aber meine ganz persönliche Meinung zur Haltbarkeit von Dichtungsringen, egal ob Lippendichtring oder „normaler“ O-Ring. Wer will denn eigentlich, dass die Ringe „ewig“ halten? Wer seine Maschine mal nach ein paar tausend Bezügen von Innen gesehen hat, der weiss, dass sie eine Reinigung bitter nötig hat.

    Wenn deine neue Brüheinheit mit den Standard O-Ringen wieder 7.000 Bezüge hält, was willst du mehr?

    Mir persönlich hört sich das mit dem Unterfüttern mit Teflonband recht kompliziert an, auch das mit dem Riefen an der Zylinderwand wird glaube ich überbewertet. Aber das wird in anderen Foren ja ausgiebig und immer wiederkehrend hoch und runter diskutiert, sodass man glauben könnte ein Vollautemat bestünde nur aus Brühgruppe und Dichtungsringen. :-X
    Aber du wolltest ja wahrscheinlich ein paar unabhängige Meinungen, sonst hättest du nicht hier gepostet.

    Mein persönlicher Tipp: Bau‘ die neue Brühgruppe ein wie sie ist und denke die nächsten 7.000 Bezüge einfach nicht mehr über Brühgruppendichtungen nach 😉

    Übrigens, was sich aus meiner Sicht entscheidender auf den guten Kaffee-Geschmack auswirkt sind frische Mahlsteine 😮

    Gruß, [coffeemakers.de].

    #20998
    Anonym
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    Hallo und danke für deine Meinung.

    In einem hast du auf jeden Fall Recht. Ich bin auch schon so weit, dass ich nur noch über Brühgruppe und Dichtungen nachdenke.
    Leider gibt’s wohl keine eindeutige Lösung für diese Sache. Ich muss dazusagen, dass die 7000 Bezüge sogar zustandekamen, ohne zwischendurch nachzufetten.
    Das mache ich erst, nach Enibau der Lippendichtungen. wusste vorher nix davon, dass das geht.

    Was mich halt stutzig macht, die Hersteller wollen ja dass man die Maschine in die Reparatur bringt. Die wollen ja Geld verdienen. Soweit ich weiss, setzt Jura die Lippendichtungen auch nicht mehr ein. Jetzt könnte man ja schlussfolgern, der Grund dafür ist, dass die eben länger halten und weniger Reparaturen ins Haus kommen.

    7000 Bezüge hört sich viel an, aber die haben wir in 2.5 Jahren erreicht !!

    Rein vom Profil und der Funktion her, stimmt es aber schon, dass die Lippendichtungen den Kunststoff weniger beanspruchen, oder? Nur sie müssen eben auch richtig abdichten!!

    Grüße
    BX-8017

    #20999
    Anonym
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    Hallo BX8017,

    [quote]In einem hast du auf jeden Fall Recht. Ich bin auch schon so weit, dass ich nur noch über Brühgruppe und Dichtungen nachdenke.
    Leider gibt’s wohl keine eindeutige Lösung für diese Sache. Ich muss dazusagen, dass die 7000 Bezüge sogar zustandekamen, ohne zwischendurch nachzufetten.
    Das mache ich erst, nach Enibau der Lippendichtungen. wusste vorher nix davon, dass das geht.[/quote]

    Wenn du 7.000 Bezüge in 2,5 Jahre machst, hast du so 8 Tassen am Tag, da musst du dir keine Gedanken über nachfetten machen. Würde ich mir auch keine machen. Fetten ist wichtig, wenn man die Brühgruppe gereinigt (sprich entfettet) hat, oder wenn die Maschine nicht so oft benutzt wird.

    Ich glaube nicht, dass die Lippendichtringe nicht mehr weiter eingebaut wurden, weil sie „zu zuverlässig“ waren. Ich glaube vielmehr, dass diese zu anfällig bezüglich Fertigungstoleranzen der Brühgruppe waren (du kennst das ja bereits ;))

    [quote]Rein vom Profil und der Funktion her, stimmt es aber schon, dass die Lippendichtungen den Kunststoff weniger beanspruchen, oder? Nur sie müssen eben auch richtig abdichten!![/quote]

    Das wird wohl so sein, die geben leichter nach, wie der ruhigere Sound es schon erahnen lässt.

    Gruß, [coffeemakers.de]

    #20996
    Anonym
    Inaktiv

    Also ich habe noch nie einen Lippendichtring in der Hand gehabt. Habe diese immer nur gesehen. wenn ich drüber nachdenke hat so eine dünne lippe doch viel weniger Auflagefläche. und die Lippe ist ja dünner also muss die ja ehr verscheißen/abreiben. oder sehe ich das falsch?
    Ich würde auf jeden Fall wieder zu o-ringen greifen.
    Wenn ich das so sehe bekomme ich teilweise über 10 o-ringe für den Preis eines Lippendichtrings. Hab schon bei einigen Herstellern gesehen das die über 20euro dafür nehmen.
    blubb
    -nico

    #20997
    Anonym
    Inaktiv

    Hmm…..
    Nico23, du hast eigentlich genauso Recht. Es kommt natürlich noch auf dsas Material an. Ich habe diese weissen Lippendichtringe von Kuntze.de. Da werden die ja hochgelobt. Ich glaube, bei neuen Brüheinheiten könnte man die Lippendichtiungen mal versuchen. Bei schon „ausgelutschten“ wird es wohl schwieriger.

    Trotzdem lasse ich jetzt mal die Originalen drin. Habe letzte Zeit zu oft rumgewerkelt mit der Brüheinheit und habe im Moment keine Lust mehr. Das ist ja teilweise schon eine Fummelei.

    Wie ich mich kenne, könnte es aber durchaus sein, dass es bei mir wie ein Blitz einschlägt und ich dann die Lippendichtungen einbaue.

    Warten wir’s ab.

    Grüße
    BX-8017

    #21000
    Anonym
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    Moin zusammen,
    zum Thema Lippendichtungen ganz allgemein.
    Für dynamische Abdichtungen sind sie ideal, da der Verschleiß sich nach der Höhe des Drucks, den der Kolben im Zylinder zu erzeugen in der Lage ist, richtet.
    Je höher der Druck, um so stärker wird eine Lippendichtung auseinander, flächiger, an die Zylinderwand und in ihre Nut gedrückt. Dichtet also immer besser ab.
    Deswegen ist die Einbaurichtung so wichtig.
    Im drucklosen Zustand der Brühgruppe üben die Lippendichtungen demnach mit ihren Spitzen wesentlich weniger Druck auf die Zylinderwand aus, als ein zusammengepresster O-Ring.
    Beim Druckaufbau ist es bei glatter Oberfläche der Zylinderwand auch eher möglich als bei O-Ringen, daß Verunreinigungen weggeschabt/-geschoben werden.
    Das war`s, glaube ich schon.
    Ciao
    Helmut

    #21001
    Anonym
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    Hallo!

    Als der obere O-Ring meiner E40 gerissen war , dachte ich auch probierste mal die ,,Super“ Lippendichtringe von Kuntze.
    Eingebaut und Kaffee bezogen , alles undicht ,weder oben noch unten dicht . Erst dann bin ich auf die Probleme mit den Dingern in seinen Forum gestoßen . Mögliche zu große Fertigungstoleranzen , Kolben könnte schief in den Zylinder fahren usw. Und bevor ich da anfange mit Teflonband rumzufummeln ,habe ich den Sch….. wieder rausgeschmissen .
    Außerdem ,hatte sich relativ viel Kaffeemehl in der Lippe gesammelt . Wer weiß ob deshalb immer so viele im Forum von Problemen schreiben. Also normale rein und es war dicht. Dummerweise hat es nach 5 Wochen die Zahnstange gekillt mit der Zahnradführung . Ob es an den O-Ringen von Kuntze gelegen hat ,weiß ich nicht . Eine andere BG ging mit den O-Ringen sehr schwer . Hab mir jetzt mal welche von GKE aus Viton eingebaut und ich hab das Gefühl , die laufen am leichtesten . Bin mal gespannt wie lange die jetzt halten .

    Gruß Holger

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