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Anonym aktualisiert.
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12. Dezember 2013 um 15:49 Uhr #16703
Anonym
InaktivMoin!
Ich habe eine gute alte Krupps Orchestro 889/890, die eigentlich alles klaglos und brav macht – nur leider keinen Kaffee. 😉
Klingt komisch? Ist aber so. Konkret ist mechanisch an der Maschine alles in Ordnung; alle Dichtungen sind neu, nirgends läuft Wasser aus, wenn die Steuerung gerade tut, was sie soll, wird einwandfrei der Kaffee produziert.Und das ist das Problem: Sobald die Maschine ein paar Tage an der Steckdose hängt, fängt die Steuerung an, zu spinnen. Das kann beispielsweise so aussehen:
– Das Gerät schaltet sich entweder gleich nach dem Einschalten wieder ab oder auch mitten im Brühvorgang
– oder der Brühvorgang bricht unvermittelt ab, als wäre er beendet, Kaffee wird entsorgt, Maschine geht aus
– nach dem Einschaltet fährt die Brühgruppe ein paar mal hin und her und die Maschine schaltet sich abTrennt man die Maschine ein paar Tage vom Netz, funktioniert alles wieder einwandfrei – für ein paar Tage…
Ich habe inzwischen auch die Steuerplatine ausgebaut und die Kontakte gereinigt, das Fehlverhalten bleibt.
Ich befürchte nun, daß die Steuerelektronik eine Macke hat. Krupps regiert die Geräte nicht mehr, man kann aber für lächerliche 200 Euro eine neue Steuerplatine kaufen. Das ist mir denn doch zu teuer.
Hat sich hier jemand schon näher mit dem Gehirn der Orchestro befasst und kann mir evtl. einen Tipp geben, wie ich den Fehler jeher eingrenzen kann? Soweit ich es verstehe, gibt es einen Prozessor, der die eigentliche Steuerung enthält und der ja im Prinzip okay seinmuß, denn sonnt könnten die Abläufe ja nicht manchmal korrekt funktionieren.
Dann gibt es ein EPROM, in dem aktuelle Zustände und Daten gespeichert werden. Kann ein Problem mit dem EPROM die beschriebenen Fehler auslösen? Und wäre das Problem durch einen neuen EPROM lösbar? Und gibt es ‚Grunddaten‘, mit denen der dann vorprogrammiert werden müßte? (Wassertemperatur o.ä.)?Oder ein ganz anderer Gedankengang: Sollte tatsächlich die Steuerplatine nicht so einfach reparabel sein – hat schonmal jemand daran gedacht, die Steuerung komplett neu selbst zu bauen? ZB. mit einem Siemens LOGO! o.ä.? Oder als Projekt einfach wirklich über einen PC angesteuert? Denn eigentlich braucht man doch nur ein Programm, das die Zustände der Schalter in der Maschine abfragt und entsprechend ein paar Steuerleitungen ein und ausschaltet. Das kann doch nicht so kompliziert sein… Hat sich damit schonmal jemand beschäftigt?
Bin gespannt auf Antworten,
Grüße, Sisco14. Dezember 2013 um 12:24 Uhr #65981Anonym
InaktivDarüber haben schon viele nachgedacht eine Steuerung selbst zu bauen, mir ist aber noch keiner untergekommen, der es wirklich geschafft hat. Was du machen kannst: von einer funktionierenden Maschine das EEPROM kopieren. Aber wesentlich einfach ist es von einer Schrottmaschine aus ebay die Steuerung auszubauen, oder du nimmst die komplette Front mit Steuerung, das geht am einfachsten.
Gruß,
Ralf14. Dezember 2013 um 12:42 Uhr #69682Anonym
InaktivWie sieht es denn mit Erfahrung seitens routinierter Bastler aus – kommt es in der Praxis tatsächlich vor, daß die Steuerung, also der EEPROM oder die CPU tatsächlich defekt sind oder liegt es dann letztendlich normalerweise doch an einem Kommunikationsproblem, sprich einem Wackelkontakt in irgendeinem Kabel oder einem echten Hardwaredefekt auf der Platine, wie Haarriss o.ä.?
Denn eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, wie die CPU oder das EEPROM mal eine Zeit lang einwandfrei funktionieren und dann wieder total ausfallen kann…Ich habe die Maschine jetzt gestern nochmal komplett zerlegt, also wirklich jeden Stecker und jedes Kabel abgezogen, die Verbindungen gereinigt und alles durchgemessen, auch den Encoder aufgemacht, durchgepustet, Stecker gereinigt.
Der Erfolg ist, daß die Maschine jetzt so tut, als sei nichts gewesen und klaglos funktioniert – mal sehen, wie lange. Spricht aber für mich dann doch für irgend einen Wackelkontakt irgendwo. Oder sind irgendwelche möglichen Defekte auf dem Leistungsprint bekannt, die so sporadisch auftretende Fehler produzieren können?Die Idee mit der Nachprogrammierung ging ja eher in die Richtung, die Maschine dadurch ja auch ‚aufwerten‘ zu können: Man könnte dann ja auch Spielchen wie ein Display, eine Veränderung der Brühtemperatur, der Wassermenge, auf Wunsch sogar je nach Kaffeesorte vorgespeichert, erreichen. Von tollen Lichtern und Showeffekten ganz zu schweigen 😉
Und wenn tatsächlich die Steuerelektronik mal ganz den Geist aufgibt, würde ich das wohl tatsächlich mal in Angriff nehmen, denn selbst für eine gebrauchte Steuerplatine werden ja unverschämte Preise verlangt und ob die dann nicht auch eine Macke hat, weiß man auch nicht.Gibt es denn evtl. ein Schaltbild der Steuerplatine? Ich habe schon eins von anderen Modellen gefunden aber nicht von meinem Gerät. Das würde es sicher deutlich erleichtern, herauszufinden, was genau wie und wann angesteuert und abgefragt wird…
14. Dezember 2013 um 13:09 Uhr #65984Anonym
Inaktivich persönlich hatte schon öfter Geräte auf Basis der Jura E Line, wie deine Krups, die wild die Brühgruppe hoch und runtergefahren haben. Nach EEPROM /Steuerelektroniktausch ist der Spuk vorbei und alles funktiniert wieder wie gewohnt.
14. Dezember 2013 um 15:59 Uhr #69683Anonym
InaktivHm, und gibt es eine Vermutung, wo in diesen Fällen der Fehler genau liegt? Also, ist das dann eher tatsächlich ein defektes EEPROM oder gibt es vielleicht irgendwann (z.B. weil durch unterlassene Werkswartung nach 5000 Bezügen irgendwelche bestimmten Zähler auch nicht korrekt zurückgesetzt werden) einfach einen Speicherüberlauf im EEPROM, der dann, je nach momentanem Inhalt unterschiedliche oder auch mal keine Fehler produziert?
Mir geht es dabei jetzt eher darum, zu verstehen, woher die Fehler kommen, als sie einfach nur zu beseitigen, denn eigentlich ist doch so ein EEPROM nicht gerade ein Verschleißteil, oder?Ach – und denkbar wäre ja auch, daß gar nicht der Tausch, sondern einfach nur das an und abstecken die Fehler beseitigt, denn bei mir geht es ja gerade auch wieder, obwohl nach dem zerlegen die alte Steuerung wieder drin ist. Hat schon mal jemand nach so einem erfolgreichen Tausch nochmal die alte Platine geprüft, ob sie tatsächlich hin war, bzw. wo der Fehler genau lag?
Also, mir ist natürlich klar, daß sich so etwas rein vom Arbeitsaufwand nicht wirklich lohnt – aber vielleicht hat es ja trotzdem aus Interesse mal jemand gemacht?
15. Dezember 2013 um 14:05 Uhr #65985Anonym
InaktivMIST! (motzki)
Okay, der Fehler ist NICHT weg. Heute gab es wieder nur unter Protest einen Morgenkaffee…Es hat hier nicht zufällig jemand eine funktionierende Logikplatine herumliegen, mit der ich mal testen könnte, ob das Problem wirklich dort liegt? Oder noch eine andere Idee zur Fehlerursache?
Zur Veranschaulichung hab‘ ich mal ein Video online gestellt:
[url=http://youtu.be/fOFeBPoVYIE]http://youtu.be/fOFeBPoVYIE[/url]15. Dezember 2013 um 16:06 Uhr #65986Anonym
InaktivAuch ein EEPROM hat keine unendliche Lebensdauer…
wir haben hier noch eine Schlachtmaschine die könnte ich dir gegen einen kleinen Unkostenbeitrag vermachen..
Bei Interesse bitte kurze Mail an (coma)Gruß, Ralf.
16. Dezember 2013 um 13:11 Uhr #65987Anonym
InaktivOh, danke für das Angebot! Hab ’ne Mail geschickt…
Du meinst also, der Fehler könnte so tatsächlich durch ein defektes EEPROM verursacht werden? Mich wundert dabei, daß es manchmal eine Zeitlang geht, ich dachte, wenn ein logisches Bauteil kaput ist, ist es kaputt und speichert halt nix mehr.
Wäre es dann aber nich eine Option, einfach nur das EEPROM gegen ein ganz neues zu tauschen? Denn ein gebrauchtes wäre ja genauso alt?
So, wie ich das verstehe, müsste das neue EEPROM nur mit dem Inhalt des Alten vorgefüttert werden, weil da auch irgendwo die Fixdaten zur Maschine abgelegt sind und das müsste doch eigentlich relativ simpel machbar sein, oder? -
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