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Anonym aktualisiert.
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2. Februar 2010 um 20:21 Uhr #13967
Anonym
InaktivHallo,
mich hat am Wochenende auch das Schicksal mit der einen völlig verschlissenen Motorkohle beim Johnson Motor ereilt ! Nur noch mal kurz eine kleine Fehlerbeschreibung:
– Der Motor (die Kaffeemühle) läuft langsamer und zum Teil hört sich das Mahlgeräusch gequälter an (leiern).
– Da die Kaffeepulvermenge bei den Juras über die Mahlzeit bestimmt wird, wird Zwangsläufig die Kaffeepulvermenge geringer und der Kaffee schmeckt dünner.
– Kurz vor dem absoluten Aus, bleibt die Mühle schon mal stehen und kann durch Klopfen auf das Maschinengehäuse wieder angeworfen werden, bis dann irgendwann gar nix mehr geht.Nach Demontage des Mahlwerks kann man durch die großen Gehäuseöffnungen des Motors schnell die abgenutzte Kohle erkennen, da die Andruckfeder sehr nahe am Motorkollektor steht.
Ich habe das Lagerschild demontiert indem ich mit einem Schraubenzieher die Haltenasen aufgebogen habe.2. Februar 2010 um 20:24 Uhr #55135Anonym
InaktivDann habe ich die Kohlen entfernt und die Andruckfedern ausgebaut.
Irgendwie nimmt dieses Forum nicht meine Bilder an, obwohl ich mich an die Abmessungen halte. Ich versuche jetzt mal was anderes.Aufgepasst auf dem Gleitlager im Lagerschild können Pertinaxscheiben liegen diese auf die Motorwelle aufschieben.
Da bei keinem Online Händler eine passende Motorkohle (3mmx6mmx8mm) aufzutreiben ist, beschloß ich eine selber zu machen. Dies ist mir nicht neu, da im Modellbaubereich Motorkohlen im Wettbewerb immer gecutted werden um mehr Motorleistung zu erziehlen.
Also beschaffte ich mir bei einem Ortsansässigen Elektronikfachhandel eine Motorkohle mit den Abmessungen (BxHxL) 8mm x 6mm x 25mm und schnitt hiervon eine Scheibe von ca. 3,5mm ab. Nun schliff ich mit 600er Schmirgel die Scheibe auf 3mm runter. Fertig ist die „Do It Yourself “ Ersatzkohle. Zum Schluß noch mit einer Schlüsselfeile die kleine Kerbe für die Andruckfeder gefeilt.
Zeitaufwand für die Motorkohle ca. 10min.
Hier wieder ein Bild:
links DIY-Kohle, rechts original
Nächstes Problem ! Die Andruckfeder der verschlissenen Kohle kam dem Kollektor zu nahe und verbrannte. Im Modellbauhandel gibt es Gottseidank solche Federn als Ersatz, sogar mit unterschiedlichen Vorbiegungen und Federraten.
Neue Federn eingebaut, und mit einer Pinzette den Federarm vorsichtig aus dem Schacht nach oben gelegt und verklemmt, die Feder wird später von außen mit einem kleinen Schraubenzieher auf die Kohle gelegt, man bekommt sonst den Motor nicht zusammengebaut.
Siehe Bild:Kohlen eingeschoben, Lagerschild auf Motorwelle in Motorgehäuse gedrückt und die Beiden Haltenasen mit Hammer und Durchschlag wieder zurückgebogen, damit das Lagerschild wieder hält. Zum Schluß mit kleinem Uhrmacherschraubenzieher durch das Lüftungsloch des Motorgehäuses die Andruckfeder auf die Kohle gelegt.
Fertig !
Mahlwerk wieder eingebaut, Probelauf ! Und es schnurrt wieder wie ein Kätzchen. Die Kohle muß sich noch ein wenig einlaufen sollte aber nach ca 4-5 Bezügen erledigt sein.
Bin mal gespannt wielange die Kohle hält.
gruß Harry
7. März 2010 um 2:46 Uhr #55858Anonym
InaktivHallo Harry,
Deine Information hat mir sehr geholfen. Habe heute das erste Mal meine Z5 aufgeschraubt und dann gleich die fitzeligste aller Reparaturen 😉 Mahlwerk drehte seit gestern immer weniger bis dann heute Abend fast gar nichts mehr ging. Motor stotterte nur noch und ich vermutete schon ein Problem am Leistungsprint(Triacs). Ständig Anzeige „Bohnen füllen“, obwohl Fach voll genug. Auch wesentlich mehr Flüssigkeit als sonst nach dem Drücken der Kaffeebezugstaste, ich meine, höhere ml-Menge als noch gestern. Wahrscheinlich aber hat meine Frau in der Aufregung des immer weniger drehenden Mahlwerks die Bezugstaste zu lange gedrückt und dabei die Flüssigkeitsmenge verändert/neu abgespeichert. Viel in diversen Foren gelesen und dann spät abends die Maschine geöffnet. Mahlwerk ausgebaut und komplett zerlegt. Das Mahlwerk war richtig heftig mit Kaffeemehl zugesetzt, die Mahlsteine sahen noch wenig abgenutzt aus. Wahrscheinlich hätte ich mich gar nicht weiter bis an die Kohlen vorwagen müssen, aber es sah mir von aussen durch die Öffnungen des Motorgehäuses schon so aus, als wären die Kohlen abgenutzt. Also habe ich genau nach Deinen Anweisungen das Lagerschild entfernt und die Kohlen geprüft. Eine Kohle war noch ca. 7 mm lang und wies die rundliche Form vom Kommutatorabrieb auf. Die andere Kohle war kürzer und zeigte eine plane Schlifffläche (?) Merkwürdig…. Ich weiß nicht, ob es daran lag. Jedenfalls habe ich die Federn so wie Du es beschrieben hast mit einer einer abgewinkelten Pinzette „ausgeklinkt“, die Kohlen wieder eingeschoben und die Lagerplatte wieder in das Gehäuse gestülpt. Dabei bemerkte ich einen Randspalt auf einer der beiden Seiten, wo die Haltenasen vom Gehäuse die Lagerplatte halten. Feste gedrückt und ein Federn bemerkt. Mit Hammer und Schraubendreher die Nasen wieder runtergeprügelt und dann war der Spalt weg. Mit der abgewinkelten Pinzette die Federn wieder „eingeklinkt“ und die Kohlen wurden an den Kommutator gedrückt. Supi !! Hmmmmm… ich habe noch nie einen Elektromotor zerlegt und wieder zusammengebaut. Nachdem die Lagerplatte dann feste verankert war, fiel mir dann (zu spät) auf (MURPHY läßt grüßen !), dass ich die Lagerplatte um 180 Grad verdreht hatte !! Big sh.t !! Nochmal die Prozedur des Öffnens und Wiederverschließens hätten die Nasen wohl nicht mitgemacht und ich habe es so gelassen. MURPHY2 hatte mir dann natürlich auch meine vorher mit dünnem Edding angebrachten Markierungen der Polarität (blaues / weißes Kabel) weggewischt, weil ich den Motor ja ordentlich in den Fingern hatte. Ich hätte also besser die Markierungen auf der Lagerplatte angebracht bzw. ins Metallgehäuse eingeritzt. Also, was nun tun ? Ich habe riesig Glück gehabt ! Auf den Bildern im Netz war mein Motor (sah übrigens genau gleich aus wie Deiner) nirgends im Bezug auf die Polarität beschrieben. Ich habe zwei Bilder gefunden, die Blau rechts zeigen (wenn man auf die Lagerplatte schaut und der Pulverauswurfschacht zu einem hin zeigt). Also habe ich wegen meiner „180-Grad-Verdrehung“ einfach mal das blaue Kabel links und das weiße rechts angesteckt. Wenn das Mahlwerk irgendwann einmal komplett getauscht werden sollte, muss ich nur daran denken, dass die Kabel dann wieder 180 Grad zurückgetauscht werden müssen (am besten lege ich noch einen Zettel in den Mahlwerksgehäuseschacht). Also, schon mit dem Schlimmsten rechnend und den Finger am Netzschalter habe ich es dann gewagt…und riesig Glück gehabt !! Das Teil geht wieder und mahlt wie am ersten Tag !!! Ufffffff !! Tief durchgeschnauft und gleichmal zwei Tassen Kaffee getrunken. Schmeckt wieder richtig gut. Ich werde es nie erfahren, ob es nun an dem verstopften Mahlwerk lag (definitiv kein Stein o.ä., lediglich eine Menge Kaffeemehl) oder an den Motorkohlen… Und wenn ich dann noch ein wenig cleverer gewesen wäre und beachtet hätte, wie die Lagerplatte denn richtig herum gehört, wäre das auch stressfreier ausgegangen 😉 Also, beim nächsten Elektromotor weiß ich es.
Gruß, Bernd
7. März 2010 um 14:33 Uhr #55863Anonym
InaktivHallo Bernd,
Im Prinzip kannste nicht soviel falsch machen. Im schlimsten Fall wäre der Motor falsch rum gelaufen. Kaputtgehen dürfte dabei, meines erachtens nichts.
Weder an der Elektronik noch am Mahlwerk. Aber es wird auch kein Kaffee gemahlen, da die Transportschnecke die Bohnen nun von Mahlwerk weg transportiert. Du hättest dann nur die Kabel umpolen müssen.
Ich habe mir im übrigen ein Ersatzmahlwerk mit Domel Motor bestellt, so habe ich immer ein funktionierendes Mahlwerk in der Hinterhand. Da allein in unserem Haus 4 Juras genutzt werden kann das nicht Schaden. Mein repariertes Mahlwerk zeigt mit der selbstgemachten Kohle noch keine Schwächen ! Sind auch erst 215 Bezüge seit dem gelaufen.
Du schreibst das Dein Mahlwerk sehr zugesetzt war, auch wenn es Geschmacklich eine Umgewöhnung sein wird, mal ne andere Kaffeesorte probieren. Ggf ist der Fettgehalt der jetztigen Sorte zu hoch und das Mahlwerk verklebt. Ein gröberer Mahlgrad kann ebenfalls Abhilfe schaffen, da das gröbere Mehl weniger klebt.
Auch wenn ich mich jetzt „out“ te, ich verwende den schwarzen Aldi Kaffee, bei mittlerer Mahlstufe und nach über 3000 Bezügen war das Mahlwerk nahezu Makellos sauber. Bei der Pflegemaschiene aus dem Büro meiner Frau klebte das Mahlwerk regelrecht, obwohl hier von Chefseite aus, deutlich teurerer Kaffee (Oilly, Fortezza) durchgejagt wurde.gruß Harry
9. März 2010 um 0:08 Uhr #55864Anonym
InaktivHallo Harry,
danke für Deine freundlichge Antwort. Boooaaaah ! 4 Juras im Haus ??? Was habt Ihr vor ? Scheint ein großes Haus zu sein oder sind die kids auch schon Kaffeejunkies ;_) ? Spaß beiseite. Ja, hatte ich auch schon gedacht, dass der Gleichstrommotor dann einfach andersherum dreht (wie bei der Modelleisenbahn, gell?) aber ich dachte mir, dass vielleicht am Mahlwerk oder Getriebe dann vielleicht doch etwas hätte kaputtgehen können. Witzig, so ein Domelmotor-Mahlwerk habe ich auch schon zum Bestellen ins Auge gefasst (für den Fall der Fälle, wenn es den zusammengedengelten Motor dann doch zerlegen sollte, kostet ja nicht die Welt…) Hatte bei der Aktion die Brühgruppe unangetastet gelassen mangels Zeit, werde aber demnächst mal die FINAO-Dichtungen, die ich vor einiger Zeit bestellt hatte, einbauen. Die sollen klasse sein. Und gereinigt werden muss die Brühgruppe ganz bestimmt auch. (glueckw) (thumb_up) zu der anhaltend funktionierenden DIY-Kohle. Wenn es 215 Bezüge gehalten hat, wird´s auch sicher noch viele mehr halten. Die Kohlen dürften jetzt richtig schön eingeschliffen sein ;-))
Danke für den Tipp mit dem Sortenwchsel. Meine Frau holt seit bestimmt einem Jahtr auch immer den Tizzio Premium 100% Arabica (schwarze Packung) von Aldi, ist wahrscheinlich der gleiche, den Du hast. Schmeckt bestens. Werde wohl den Mahlgrad mal gröber stellen. Ich glaube aber, dass ich beim Zusammenbau irgendetwas falsch gemacht habe. Habe zwar alle Markierungen wieder in einer Linie und Mahlwerk klingt auch wieder wie früher. Mahlgradregler steht „mittig“, aber der schwarze Dorn des äusseren Zahnrades stößt an eine weiße Ausbuchtung zur Verschraubung des Mahlwerks in der Maschine an (ohne Bild schwierig zu erklären). Ich kann also von der Mitte aus eigentlich nur nach rechts (feiner) drehen. In dem äusseren weißen Zahnkrank war in dem Loch, in das der schwarze Dorn gesteckt ist auch eine grüne Markierung. Du weißt bestimmt, was ich meine. Habe jetzt erstmal nix verdreht, damit mir nicht noch was abbricht. Muss das nochmal in Ruhe aufmachen bzw. mal vorsichtig versuchen, Richtung gröber zu drehen. Evtl. hast Du ja einen Tipp, was da bei meinem Zusammenbau falsch lief. Wenn ich Dir jetzt noch schreibe, was mir noch passiert ist, lachst Du mich aus: Ich habe einen kleinen Bitsatz mit einem Schraubendreher zur Aufnahme der Bits. Sind viele schöne kleine Torx, Inbus usw. darin enthalten (Luxtools). Leider ist da auch etwas kaputtgegangen, denn die Bits halten nicht mehr in der Aufnahme (dort ist ein kleiner Federspannring abgefallen. Muss man also erstmal von Hand die Bits festhalten, wenn man den Schrauber umdreht. Murphy hatte auch dort wieder zugeschlagen und der Torxbit ist bei der dritten Schraube der Mahlwerkmontage in den Schacht zwischen Mahlwerk und Maschine gefallen. Ließ sich nicht mehr durch Umdrehen der gesamten Maschine herausschütteln. Und natürlich habe ich diese Bitgröße nur einmal im Set gehabt, so dass ich das Mahlwerk auch nicht wieder ausbauen konnte, um den „lost-bit“ herauszuholen. Da aber keine Funken geflogen sind, gehe ich mal davon aus, dass unterhalb des Motors im Gehäuse noch entsprechend „Luft“ ist. Hole mir am Mittwoch dann nochmal ein paar ordentliche Torxschraubendreher und werkele das Mahlwerk nochmal raus. Sh.t happens ! Mit gefährlichem Halbwissen und suboptimalem Werkzeug sollte man eigentlich die Finger davon lassen 😉 Aber ich scheine Glück und gute Schutzengel bei der Aktion gehabt zu haben 😉Beste Grüße, Bernd
1. Mai 2010 um 10:55 Uhr #55859Anonym
InaktivHAllo Harry
deine MAil hat mir Hoffnung gegeben. Ich habe 2 Fragen.Wo kann ich am schnellsten die Motorkohlen bestellen, denn soeben hat meine z5 den „Klopfzustand“ auf Klopfen auf das Gehäuse wird weitergemahlen, erreicht.
KAnnst Du mir den Fachhandel nennnen?Wie ist das mit dem Wechseln der Schläuche hast du da auch erfahrungen und Tipps? Die Dinger will ich auch mal tauschen.
KAnnst Du mir auch hier den Fachhandel für das Bestellen nennnen?Vorab schon mal DAnke für Deine tollen Einträge.
Lieben Gruß
Andreas1. Mai 2010 um 19:13 Uhr #55860Anonym
InaktivHallo Andreas,
Anleitungen und Ersatzteile bekommst Du hier bei Coffemakers. Sehr ausführliche PDF´s, da kann mann kaum was falsch machen. Schläuche habe ich noch nicht getauscht, aber eine Brüheinheit Revision habe ich gemacht. Ging nach den Anleitungen sehr einfach.
Der Elektronik Fachhandel hier in Bonn heißt P&M Elektronik.
Habe mal nach Motorkohlen gegoogelt:http://www.ersatzteilhalle.de/motorkohlenallerart/index.php
Hier solltest du fündig werden.
gruß Harry
1. Mai 2010 um 21:07 Uhr #55871Anonym
InaktivVIelen DAnk HArry,
ich habe mir die Mühe gemacht und die Jura vorab schon mal zerpflückt und siehe da… alles so wie du es beschreibst. Nur mit dem einen Unterschied, dass sich meine Kohlen schräg abgenutzt haben und noch ca. 4,5mm zu verwenden sind. (NAch 10.000 Entnahmen) Vorerst habe ich diese wieder gerade geschliffen und wieder eingebaut. (Klar werde ich Neue einbauen aber vorerst gibt es weiter guten KAffee).
Der Einbau ist schon etwas kniffelig. Die Kohlen werden immer wieder von der Spannfeder herausgedrückt und somit geht das hineinschieben der Motorwelle nicht so leicht. Hier habe ich eineen Tipp für alle.
Man kann mit einem Bindedraht ca 0,8mm die Spannfeder zurückhalten in dem man den Draht in eine Rille unter der Feder steckt, über die Feder leich spannt und den Draht an der Kabelschuhfahne befestigt (2,3 mal rumnudelt ;o)). DAs ganze für beide Kohlen und so hat man beide Hände wieder frei für den Einbau.
Im eingebauten Zustand vorsichtig wieder lösen. Geht ganz leicht.Nochmals Danke für die Hilfe
Lieben Gruß
Andreas
2. Mai 2010 um 1:09 Uhr #55861Anonym
InaktivOder aber meine Anleitung genau lesen und das Bild nochmal genau anschauen:
http://www.imagebanana.com/view/q2y5covk/Feder.JPGDann gehts auch ohne Draht ganz einfach.
gruß Harry
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