FAQ Siebträgermaschinen – Tipps zu Zubereitung, Technik & Wartung | BohnExpert
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FAQ Siebträger­maschinen

Antworten auf die häufigsten Fragen – von der Zubereitung über Technik bis hin zu Reinigung und Wartung.

Kaffeezubereitung

Grundparameter: Ideale Füllmenge 25–30 ml, Bezugszeit 23–25 Sekunden.

Vor der Zubereitung beachten:

  • Gefiltertes Wasser und sauberen Filterträger ohne alte Kaffeereste verwenden.
  • Kaffee stets frisch mahlen – Sauerstoff lässt die Aromen schnell verfliegen.
  • Den Filterträger während der Aufheizphase eingespannt lassen.
  • Bezug unmittelbar nach dem Einsetzen starten, sonst verbrennt der Kaffee.

Schritt-für-Schritt:

  1. Tassen auf der Ablage vorwärmen oder mit heißem Wasser befüllen.
  2. Filterträger gleichmäßig mit frisch gemahlenem Kaffeemehl befüllen.
  3. Mit ca. 15–20 kg Anpressdruck gleichmäßig tampen. Kontrolle: Filterträger umdrehen – fällt kein Mehl heraus, ist der Druck korrekt.
  4. Vorwärm-Wasser aus der Tasse schütten, kurz Wasser durch die Brühgruppe spülen.
  5. Filterträger einsetzen, Tasse darunter stellen, Bezug starten.
  6. Espresso sollte gleichmäßig und zähflüssig – wie Öl – in die Tasse laufen.
Tipp: Wasser sucht den geringsten Widerstand. Ungleichmäßiger Tampdruck führt unweigerlich zu unausgewogenem Aroma.

Das Kaffeemehl sollte etwas gröber als Mehl gemahlen sein und feine Klümpchen bilden.

  • Espresso fließt zu schnell → Mahlgrad zu grob, feiner einstellen.
  • Espresso fließt zu langsam oder gar nicht → Mahlgrad zu fein, gröber einstellen.
Tipp: Den optimalen Mahlgrad findet man nach 3–5 Probemahlungen. Immer nur eine Einstellung auf einmal verändern.
  • Brühgruppe ist noch nicht vollständig aufgeheizt – ausreichend Aufheizzeit einhalten.
  • Maschine ist verkalkt und gibt keine optimale Temperatur mehr ab.
  • Filterträger war während der Aufheizphase nicht eingespannt.
  • Mahlgrad feiner einstellen.
  • Tampdruck erhöhen.
  • Alter der Kaffeebohnen prüfen – frische Bohnen erzeugen deutlich mehr Crema.

Der ideale Brühdruck beim Espressobezug liegt zwischen 9 und 11 bar.

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Maschine & Technik

PID steht für Proportional – Integral – Derivative und hält die Kesseltemperatur mit minimalen Abweichungen von ca. ±1 °C konstant. Da die Brühtemperatur direkten Einfluss auf Extraktion und Aroma hat, sorgt eine PID-Regelung für gleichbleibend reproduzierbare Ergebnisse.

Vor längerer Standzeit den Kessel vollständig leeren:

  • Einkreismaschine: Aufheizen und Wasser über die Brühgruppe ablassen.
  • Zweikreissystem: Kessel über die Heißwasserentnahme entleeren.
  • Dualboiler: Brühkessel über Brühgruppe, Dampfkessel über Heißwasserentnahme.
Empfehlung: Vor der Einlagerung zusätzlich Brühgruppenreinigung und Entkalkung durchführen.
  • Anschluss ans Festwasser grundsätzlich durch einen Fachmann vornehmen lassen.
  • Benötigt wird ein Druckminderer 3/8 sowie ein Sperrventil.
  • Alternativ: Filterkartusche im Wassertank oder vorgefiltertes Wasser verwenden.
  • Mit PID-Steuerung: Temperatur direkt am Gerät einstellbar.
  • Ohne PID: Anpassung nur durch einen Fachmann möglich.

Werkseitig sind die meisten Maschinen auf die optimale Brühtemperatur von 88–95 °C eingestellt.

  • Wassertank leer oder nicht korrekt eingesetzt.
  • Schwimmer im Wassertank sitzt nicht in der richtigen Position – Bedienungsanleitung beachten.

Das Expansionsventil befindet sich in der Regel oberhalb des Wassertanks. Durch Drehen der Verstellschraube im Uhrzeigersinn wird der Brühdruck erhöht. Details entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung Ihrer Maschine.

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Reinigung & Wartung

  • Intensive Nutzung (täglich mehrere Bezüge): mindestens einmal jährlich.
  • Gelegentlicher Gebrauch: alle 1–2 Jahre.

Wartung durch einen autorisierten Fachhändler durchführen lassen. Beim Versand stets Originalverpackung verwenden.

  • Entkalkung: Alle 3 Monate bei hartem Wasser (über 14 °dH), sonst alle 6 Monate.
  • Brühgruppenreinigung: Empfohlen alle 150 Bezüge (Backflushing mit Gruppenreiniger).
Tipp: Gefiltertes oder weiches Wasser verlängert die Entkalkungsintervalle und schont die Maschinenkomponenten.
  • Druckmessung: Mit dem Blindsieb lässt sich der tatsächliche Pumpendruck prüfen.
  • Brühgruppenreinigung (Backflushing): In Kombination mit Gruppenreiniger für die Rückspülung der Brühgruppe.
  • Der Filterträger wird schwergängig und lässt sich nicht mehr wie gewohnt arretieren.
  • Wasser tritt seitlich am Filterträger aus.
Faustregel: Bei regelmäßiger Nutzung Dichtung und Duschsieb alle 12–18 Monate vorsorglich wechseln.

Ersatzteile erhalten Sie beim autorisierten Fachhändler oder direkt über den Hersteller. Bitte beachten: Eigenständige Reparaturen erfolgen auf eigenes Risiko. Bei unsachgemäßem Einbau können Folgeschäden entstehen.

🔧 Ersatzteile im BohnExpert Shop

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